Gamaschen: Zwischen praktischem Schutz und modischem Statement

Die Gamasche ist ein faszinierendes Accessoire der Schuhgeschichte, das den Übergang vom Schuh zum Bein umschließt. Einst als reines Funktionskleidungsstück entwickelt, kehrt sie in der Modewelt in regelmäßigen Zyklen als stilvoller Blickfang zurück.   Foto: Die-Welt-der-Schuhe

molinis ueberschuhe
Foto: Die-Welt-der-Schuhe

Historie: Vom Schlammschutz zum Statussymbol

Bereits seit dem 17. Jahrhundert sind Gamaschen (oder Überstrümpfe) bekannt. Ursprünglich hatten sie eine rein praktische Aufgabe:

  • Schutz: Sie bewahrten Schuhe und Hosenbeine vor Schmutz, Nässe und Kälte.
  • Militär & Adel: Später wurden sie Teil von Uniformen und signalisierten Ordnung und Stand.
  • Der Gentleman-Look: In den 1930er Jahren gehörten Gamaschen zur Grundausstattung des eleganten Gentlemans und wurden oft in hellen Farben zu dunklen Halbschuhen kombiniert.

Die modische Wiederentdeckung

In der Damenmode erlebten Gamaschen und Stulpen ab den 1960er Jahren mehrere Revivals:

  • Die 60er & 70er: Bunte Strickstulpen wurden über Stiefeln zu Miniröcken und engen Jeans getragen.
  • Die 80er: Durch den Aerobic-Boom (angeführt von Jane Fonda) wurden Strickgamaschen zum globalen Fitness-Kultobjekt.
  • Modernes Design: In den letzten Jahren entdeckten Designer die Gamasche als „sinnliches Accessoire“ neu. Da die Fessel oft als besonders eleganter Teil des Fußes gilt, betonen Gamaschen aus Leder, Velours oder Filz diesen Bereich auf subtile Weise.

Gamaschen heute: Ein Spiel mit Materialien

Heute werden Gamaschen weniger aus praktischen Gründen, sondern als stilistisches Element eingesetzt. Ob rustikal aus Filz oder Strick für warme Beine im Winter oder als extravaganter Fußschmuck aus Leder in Kombination mit High Heels – sie erlauben es, das Aussehen eines Schuhs im Handumdrehen zu verändern.

Werbung


Werbung