Schuhe und Kunst: Eine hinreißende Symbiose Tragbar oder nicht? Diese Frage stellt sich angesichts der kunstvollen Schuhe, die im Rahmen der Ausstellung „Art Shoes – Shoes in Contemporary Art“ gezeigt wurden, nur bedingt. Die Düsseldorfer Galeristin Petra Nostheide-Eyke lud Künstler dazu ein, sich mit dem Thema Schuhe auseinanderzusetzen. Das Ergebnis sind faszinierende, ungewöhnliche Kunstwerke – gemalt, modelliert oder installiert. Top Boot von Melanie Miller und "Bones & Weapons" von Iris Schieferstein Hingucker der Ausstellung: die Bildserie „Top Boot“ von Melanie Richter Besondere Aufmerksamkeit erregten Werke wie die Bildserie „Top Boot“ von Melanie Richter oder die Klanginstallation von Peter C. Simon. Im Gegensatz dazu erschafft die Bildhauerin Iris Schieferstein tragbare Skulpturen, die sogar Lady Gaga aufmerksam werden ließen. Schieferstein arbeitet mit natürlichen Materialien; so ist das Objekt „Bones & Weapons“ aus Huf, Fell und Reißverschluss modelliert. Die Tragbarkeit dieses außergewöhnlichen Schuhwerks demonstrierte die Ballettänzerin Miriam Röder im Rahmen einer beeindruckenden Tanzperformance während der Private View. Svenja Ritter: Die Grenze zwischen Normalität und Fremdartigkeit Svenja Ritter inszenierte ihre Schuh-Skulpturen in einem schwarzen Raum Ein Großteil der Ausstellung war den Exponaten von Svenja Ritter gewidmet. Die Künstlerin verwandelt einfache Damenschuhe mit Nadeln, Perlen, Plastik und anderen Werkstoffen in Kunstobjekte. Die bewusste Untragbarkeit ihrer Werke wird durch Aufbauten im Schuhinneren betont. Damit drückt Ritter aus, was so manche „Killer-Heels“ namhafter Designer Frauen abverlangen: Eine „Torture of Fashion“, wie sie es nennt. Teilnehmende Künstler Folgende Künstler waren an dem Projekt beteiligt: Suzana Dan, Iris Schieferstein, Peter Simon, Zhenia Couso Martell, Gè-Karel van der Sterren, Martin Fenne, Birgit Kahle, Melanie Richter, Svenja Ritter, Peter Gilles, Maurice van Tellingen und Sabine Wild. Die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft von Dr. Claudia Schulz, Pressesprecherin des Deutschen Schuhinstituts (DSI). Auch wenn die Ausstellung inzwischen beendet ist, bleiben die gezeigten Werke als Zeugnisse einer intensiven künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Fußbekleidung bestehen.