Shoes: Pleasure & Pain – Die Legende des V&A Rückblick auf eine Ausstellung, die Geschichte schrieb. Es gibt Ausstellungen, über die man in der Modewelt noch Jahre später spricht. „Shoes: Pleasure & Pain“, die 2015 im Londoner Victoria & Albert Museum startete, ist genau so ein Fall. Sie untersuchte wie kaum eine andere Schau das extreme Spannungsfeld zwischen der Euphorie beim Schuhkauf und den körperlichen Qualen für die Schönheit. Foto mit Genehmigung: (c) Victoria and Albert Museum/London High-Heels RiRi von Sophia Webster Spring/Summer 2013 2000 Jahre Leidenschaft an den Füßen Die Schau war eine Reise durch die Extreme. Mit über 200 Exponaten aus aller Welt spannte das V&A den Bogen weit: Antike Schätze: Über 2000 Jahre alte ägyptische Sandalen aus echtem Blattgold. Historische Kuriositäten: Schwindelerregende „Chopines“ aus dem 16. Jahrhundert, die zeigten, dass Plateau-Sohlen keine Erfindung der Neuzeit sind. Berühmte Schritte: Schuhe von Ikonen wie Marilyn Monroe, Queen Victoria und „Sex and the City“-Star Sarah Jessica Parker. Zwischen Status-Symbol und Fetisch Die Ausstellung blickte tief in die Psychologie. Warum tragen wir Schuhe, die eigentlich wehtun? Gezeigt wurden Kreationen von Meistern wie Manolo Blahnik, Christian Louboutin, Jimmy Choo und Prada. Dabei ging es nicht nur um Design, sondern um Schuhe als Macht-Instrumente, Status-Symbole und reine Kunstobjekte – bis hin zu futuristischen Experimenten aus dem 3D-Drucker. Ein globaler Erfolg Unterstützt von Marken wie Clarks und Agent Provocateur, wurde die Ausstellung nach ihrem Erfolg in London zum Weltenbummler. Sie reiste bis 2017 über Australien bis in die USA und begeisterte Hunderttausende. Für unser virtuelles Museum bleibt sie das Paradebeispiel dafür, wie man die Faszination für Schuhe wissenschaftlich und gleichzeitig hochemotional aufarbeiten kann.