Opanke: Die europäische Antwort auf den Mokassin Die Opanke ist eine der ursprünglichsten Schuhformen Europas. Als flexibler, absatzloser Schuh verkörpert sie ein minimalistisches Design, das heute wieder viele Anhänger im Bereich der Barfußschuhe und komfortablen Hausschuhe findet. Für diesen Hausschuh von Rohde stand der Opanke Pate. Allerdings wurde dieses Modell nicht aus einem Stück gefertigt. Die Konstruktion: Ein Schuh aus einem Guss Das markanteste Merkmal der Opanke ist ihr Aufbau, der fast gänzlich ohne die sonst üblichen Bauteile auskommt: Keine Brandsohle: Anders als klassische Halbschuhe besitzt die Opanke kein festes Innenfundament. Ein-Stück-Prinzip: Der Schuh wird oft aus einem einzigen Stück Leder gefertigt, das den Fuß umschließt. Dies macht ihn extrem flexibel und leicht. Die hochgezogene Sohle: Typisch für diese Machart ist die Sohle, die an den Seiten hochgezogen und durch eine markante Flechtnaht direkt mit dem Schaft verbunden wird. Herkunft und Geschichte Die Opanke stammt ursprünglich aus dem Balkanraum. In ihrer traditionellen Form war sie oft mit einer charakteristischen, aufgebogenen Spitze versehen. Während der Mokassin als das traditionelle Schuhwerk der nordamerikanischen Ureinwohner gilt, stellt die Opanke die entsprechende handwerkliche Entwicklung in Europa dar. Die Opanke in der modernen Schuhmode Auch wenn die reinrassige Opanke heute seltener im Straßenbild zu sehen ist, dient ihre Machart vielen Designern als Inspiration. Besonders bei hochwertigen Hausschuhen oder sommerlichen Slipper-Modellen wird das Prinzip der hochgezogenen Sohle und der Flechtverbindung genutzt, um ein besonders weiches und natürliches Gehgefühl zu erzeugen.