Salamander : Schuhe mit dem Lurchi

Wer kennt ihn nicht aus eigenen Kindheitstagen: Lurchi - noch heute Markenzeichen für Kinderschuhe von Salamander. Das Unternehmen hat Tradtion; seine Wurzeln reichen zurück ins Jahr 1885, auf den Schuhmachermeister Jakob Sigle, der später die größte deutsche Schuhfabrik in Kornwestheim baute. Inzwischen ist Salamander zu einem weltweit agierenden Konzern geworden und vertreibt hochwertige Lederprodukte. Allen voran Damenschuhe, Herrenschuhe und Kinderschuhe;  aber auch Lederaccessoires wie: Handtaschen, Koffer, Gürtel oder Geldbörsen. Mit etwas Glück kann man beim Salamander Fabrikverkauf tolle Schnäppchen machen.

 

 

 

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Historie:

Gründung
Alle Dinge sind schwer, bevor sie leicht werden. Auch für den 23-jährigen Jakob Sigle, der sich 1885 als Schuhmacher in Kornwestheim selbstständig macht. Sechs Jahre später nimmt er den Stuttgarter Lederreisenden Max Levi ins Unternehmen. Als "J. Sigle und Cie" bringen sie es zu 125 Mitarbeitern und 1897 zum vierstöckigen Werkstattausbau. 1904 entsteht "SALAMANDER" mit Wort- und Bildmarke samt Patenteintrag, kurz danach wird eine größere Schuhfabrik in Kornwestheim gebaut.

Als ideal erweist sich die Idee, neben kooperierenden Alleinverkäufern auch ein eigenes Filialsystem aufzubauen. Gedacht, getan, 1909 gibt es 26 eigene Einzelhandelsgeschäfte. 1914 produzieren 2.880 Mitarbeiter über 2 Millionen Paar Schuhe. Mit Max Levi stirbt 1925 einer der Erfolgsträger. 1927 ist die Marke SALAMANDER in 123 Staaten eingetragen. Mittlerweile gehören unterschiedliche Unternehmen zur Sigle-Gruppe. Diese werden 1930 in der SALAMANDER AG gebündelt, Aktienkapital zum Start: 32 Millionen Reichsmark. Fünf Jahre später stirbt Jakob Sigle im Alter von 73 Jahren.

Entwicklung
1937 erscheint das erste Lurchi-Heft. Während des elterlichen Schuhkaufs erobern Lurchi und seine Freunde Kinderherzen. 1939 bricht der Zweite Weltkrieg aus. Im Kriegsverlauf büßt das Unternehmen 26 % der Werksanlagen und 50 % der Verkaufsstellen ein. Nach 1946 erholt sich das Unternehmen und eilt zu neuen Taten. Eine davon ist der Start der Kinderschuhproduktion im Jahr 1949. Bald beläuft sich die gesamte Jahresproduktion auf 7,9 Millionen Paar Schuhe bei 9.900 Mitarbeitern.

Um das Wachstum zu stabilisieren, widmet sich die SALAMANDER AG der internationalen Expansion, z. B. mit der Gründung von SALAMANDER France (1960) und SALAMANDER Austria (1969). 1967 werden mit 17.800 Mitarbeitern weltweit 13,5 Millionen Paar Schuhe produziert. In der folgenden Zeit drängen ausländische Hersteller auf den deutschen Markt, sodass die Zeit nach 1971 krisenhaft verläuft. Fünf Jahre später kann auch der Verkauf von 5 Millionen Paar Schuhen in die damalige DDR den Druck nicht lindern, die Mitarbeiterzahl sinkt weiter auf 7.566 im Jahr 1981, die Schuhjahresproduktion auf 8 Millionen Paare. Der Vertrieb wird verstärkt: Mittlerweile gibt es 248 eigene Filialen in Westeuropa.

Heute
Ab den 80er-Jahren folgt ein Meilenstein dem anderen. Der SALAMANDER-Jahresumsatz übersteigt 1983 die Milliardengrenze. Über 90 % der Bevölkerung kennen die Marke SALAMANDER. In den 90er-Jahren hält die Modernität sichtbaren Einzug, z. B. mit einem neuen einheitlichen Ladendesign. Auch die internationale Expansion wird verstärkt. Neue Töchter bzw. Beteiligungen in Polen, Ungarn, in der Tschechischen Republik, in Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Bis zur Jahrtausendwende entwickelt sich SALAMANDER kontinuierlich zu einem Mischkonzern, bestehend aus den Geschäftsfeldern Schuhe, Immobilien, Industrie und Service. Im Jahr 2000 wird SALAMANDER von der EnBW AG mit Sitz in Karlruhe übernommen. Die Schuh-Fachhandelsgruppe, bestehend aus 230 Filialen in neun europäischen Ländern, wird im Herbst 2003 an die GARANT SCHUH + MODE AG in Düsseldorf weiterveräußert. Anfang September 2004 stellt die GARANT SCHUH + MODE AG Insolvenzantrag. Die deutschen SALAMANDER-Gesellschaften werden in die Insolvenz der Muttergesellschaft hineingezogen.

Ende März 2005 wird SALAMANDER von der EganaGoldpfeil-Gruppe, ein börsennotierter Konzern mit Hauptsitz in Hongkong und Europazentrale in Offenbach, übernommen. SALAMANDER profitiert von deren langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet hochwertiger Lederproduktion und integriert die konzerneigenen Leder-Luxuslabels Goldpfeil, Comtesse, JOOP! sowie die Schuhmarke Sioux in das Warensortiment. Der Bereich Lederaccessoires wie Taschen, Gürtel, Geldbörsen etc. wird markant ausgebaut. Noch im gleichen Jahr setzt SALAMANDER basierend auf der Neupositionierung der Marke mit der Einführung eines neuen Ladenbaukonzeptes.

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