Fußpilz: Ansteckungsgefahr zu Hause am größten

Wer seine Lieblingsschuhe ab und zu ein paar Tage in der Tiefkühltruhe liegen lässt, ist entweder schusselig oder leidet unter Fußpilz. Schließlich ist das Einfrieren eine der wenigen Möglichkeiten, die hartnäckigen Pilzsporen abzutöten. Studien haben ergeben, dass jeder dritte Deutsche unter Fußpilz leidet. Die Ansteckungsgefahr lauert überall, wo viele Menschen barfuß laufen.


 Foto DAK

Dazu gehören Saunen, öffentliche Umkleidekabinen und Duschen und Schwimmbäder. Wer meint, dem Fußpilz mit den gängigen Fußsprühanlagen zu entkommen, muss seine Füße jedoch mindestens fünf bis zehn Minuten unter die aggressive Flüssigkeit halten. Hat sich der Vorgänger gerade pilzbesetzte  Hautpartikel vom Fuß gesprüht, ist die Ansteckungsgefahr an der Sprühanlage größer als ihr Nutzen.Experten der DAK raten daher zu Badeschlappen: Sie schützen wesentlich wirksamer vor Fußpilz.


Der größte Ansteckungsherd ist die eigene Wohnung, wenn eines der Familienmitglieder bereits unter Fußpilz leidet. Hautschüppchen mit den widerstandsfähigen Pilzsporen halten sich nicht nur in Strümpfen und Schuhen, sondern auch im Teppich, in Handtüchern oder Badvorlegern. Es sollte daher selbstverständlich sein, dass jedes Familienmitglied nur sein eigenes Handtuch benutzt. Strümpfe und Handtücher sollten häufig und so heiß wie möglich gewaschen werden. Pilze benötigen Feuchtigkeit, daher sind trockene Füße die beste Vorsorge. In luftdichten Schuhen und Nylon-Strümpfen schwitzen die Füße und weichen auf. Dann ist es für die Pilze ein leichtes Spiel, in die Haut einzudringen.

Täglich frische Socken aus Baumwolle und luftdurchlässige Lederschuhe können das verhindern.

In jedem Fall sollte man bei Hautveränderungen an den Füßen sofort den Hautarzt aufzuchen. Nicht oder falsch behandelt, kann sich der Fußpilz auf die Nägel ausbreiten. Das verlängert die Therapie und mindert die Heilungschancen. Außerdem hat Fußpilz verschiedene Erscheinungsformen und ist damit für den Laien nicht auf Anhieb zu erkennen: Er kann jucken, nässen und sogar schmerzen. Einige Erreger haben sich fast perfekt auf das menschliche Immunsystem eingestellt: Dort wo sich die Schmarotzer tummeln, wird nicht mehr als trockene, rissige Haut sichtbar. Auch das Gegenteil ist bei der selbst gestellten Diagnose möglich: Ein vermeintlicher Fußpilz entpuppt sich als Schuppenflechte oder Ekzem. 



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